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21. Dezember 2011
Dauernd müde: Gegen den ungewollten Winterschlaf
Gerade im Winter, wenn es den ganzen Tag nicht richtig hell wird, leiden viele Menschen an dauernder Müdigkeit. Das kann verschiedene Ursachen haben – und es gibt Abhilfe.
Häufig bekommt man im Winter die Sonne tagelang nicht zu Gesicht. Man verlässt morgens in Dunkelheit die Wohnung, verbringt den Tag im künstlich erleuchteten Büro und kommt abends im Dunkeln wieder nach Hause. Kein Wunder, dass sich in der „dunklen Jahreszeit“ die Klagen über ständige Müdigkeit häufen.
Lichtmangel führt zu Winterdepressionen
Eine Ursache für den ungewollten Winterschlaf ist der notorische Lichtmangel. Ohne Licht produziert Dein Körper weniger Serotonin, das Dich tagsüber auf Trab hält. Zu wenig Serotonin begünstigt die Entstehung einer Winterdepression, Du fühlst Dich niedergeschlagen, antriebslos und müde.
Um dem vorzubeugen, solltest Du daher versuchen, möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen und Sonne zu tanken. Künstliches Licht hilft dagegen wenig, es sei denn es handelt sich um eine spezielle Lichtdusche. Ebenfalls wichtig ist regelmäßige Bewegung. Sport bringt den Kreislauf in Schwung, regt die Hormonproduktion an und bringt auf diese Weise Dein inneres Gleichgewicht in Ordnung.
Viel schlafen hilft auch nicht viel
Wenn es aber draußen mal wieder besonders ungemütlich aussieht, ist die Verlockung im Bett zu bleiben allerdings meist wesentlich größer. Und war nicht schon immer das beste Mittel gegen Müdigkeit eine gute Mütze Schlaf? Das stimmt leider nur bedingt. Zwar kannst Du auch einmal den fehlenden Schlaf der Vortage nachholen, doch wenn Du mehr schläfst als nötig, stört das das hormonelle Gleichgewicht ebenso wie Schlafmangel. Wie beim Langstreckenflug kommt Dein Schlaf-Wach-Rhythmus aus dem Takt und Du erleidest einen Jetlag.
Meistens kommt so etwas am Wochenende vor, wenn man „mal wieder so richtig ausschlafen“ kann. Besser ist es also, Du hältst Deinen gewohnten Tagesrhythmus ein, um den Hormonhaushalt nicht zu stören.
Stress für die Schilddrüse
Chronische Tagesmüdigkeit muss jedoch nicht unbedingt mit dem Winter zusammenhängen. Sie kann auch die Folge von zu großem Stress sein. Besonders die Schilddrüse reagiert sehr feinfühlig auf ununterbrochene Anspannung. Sie wird krank und die Hormonproduktion gerät durcheinander. Wer an einer Schilddrüsenfehlfunktion leidet, hat oft mit einem nicht erholsamen Nachtschlaf oder einem sehr hohen Schlafbedürfnis zu kämpfen.
Ganz allgemein ist ständige Müdigkeit ein sicheres Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Wenn Du nicht nur im Winter das Gefühl hast, nie genug zu schlafen, solltest Du das mit Deinem Arzt besprechen. Denn möglicherweise liegt der Grund dafür in einer versteckten Erkrankung. Die Symptome treten zum Beispiel auch bei Schlafapnoe auf, über die wir letztes Mal berichtet haben. |
| Autor: Lars Kruse |
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