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29. Juli 2010

Rundum schöne Beine

Krampfadern und Besenreißer sind meist mehr als ein rein kosmetisches Problem: dahinter verbergen sich gesundheitliche Schäden, die schnell auch Deinen gesamten Körper betreffen können. Wir haben Dir die wichtigsten Informationen zum Thema zusammengestellt.

FitnessArbeitest Du lange im Sitzen oder Stehen? Und findest neben Deinem Beruf kaum Zeit für gesundes Essen und ein regelmäßiges Training im Fitnessstudio? Dann gehörst Du zu der Gruppe von Menschen, die eine erhöhte Anfälligkeit für Krampfadern, auch Varizen genannt, haben. Den meisten Menschen unbekannt: Krampfadern sind nicht nur ein typisches Frauenproblem – es kann auch Männer treffen.  

Denn nicht nur auf Deine Ernährung oder die regelmäßige Bewegung kommt es an. Krampfadern kannst Du zum Beispiel auch durch Vererbung bekommen, wenn Deine Eltern oder Großeltern darunter leiden. Auch Übergewicht und hoher Blutdruck sind Risikofaktoren. Vermehrt ist es jedoch ein hormonelles Problem. Und trifft daher besonders oft Frauen nach der Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder wenn sie die Antibabypille nehmen.  

Nicht immer wachsen sich die Krampfadern dabei zu einem echt schwerwiegenden medizinischen Problem aus und müssen verödet oder mithilfe einer Operation entfernt werden. Trotzdem solltest Du die Gefahr, die von ihnen ausgeht, nicht unterschätzen: Im späteren Stadium neigen Krampfadern dazu, sich stark auszudehnen. Dabei entsteht die Gefahr, dass sie platzen und es zu stärkeren Blutungen kommt.  

Regelmäßig kontrollieren!
Auch das Blut selbst in den Adern kann gerinnen und die Venen verstopfen. Als Folge treten Blutgerinnsel auf, und in schweren Fällen können diese sich auch zu einer Thrombose entwickeln oder in die Lunge wandern und dort zu einer Embolie führen. Außerdem kann sich auch die Haut entzünden. Manchmal stirbt sogar das Gewebe ab, und es entstehen Geschwüre. Um solche Entwicklungen zu vermeiden, solltest Du die Krampfadern regelmäßig von Ärzten kontrollieren lassen.  

Um Krampfadern vorzubeugen, kannst Du aber einiges selbst tun: neben dem regelmäßigen Training im Fitnessstudio und einer ausbalancierten Ernährung solltest Du auf bequeme Kleidung und Schuhwerk achten. Oder öfters barfuss laufen, zum Beispiel über Gras und Sand. Überhaupt sollte jede Art von Bekleidung, die einengt oder einen Blutstau fördert, vermieden werden.  

Kneipp und Wechselduschen
Auch Bädertherapien wie zum Beispiel das Wassertreten nach Kneipp, bei dem Du durch ein Becken mit kaltem Wasser trittst, eignen sich zur Vorbeugung. Alternativen dazu bieten zum Beispiel Wechselduschen. Im Büroalltag können Auf-der-Stelle-Gehen und Fußabrollen Erleichterung schaffen. Oder einfach mal die Beine zwischendurch hochlegen: das entstaut den Blutfluss.  

Schmerzen Deine Beine oder fühlst Du einen Juckreiz, kannst Du Dir auch mithilfe von Salben oder Tabletten Linderung verschaffen. Auf pflanzlicher Basis gibt es sie in Drogerien und Apotheken – die regelmäßige Bewegung und Entlastung ersetzen sie jedoch nicht.
Autor: Lars Kruse

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